Abmahnung „12 Years A Slave“ durch Schutt, Watke

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Die Kanzlei Schutt, Waetke Rechtsanwälte aus Karlsruhe versendet derzeit Abmahnungen mit dem Vorwurf einer Urheberrechtsverletzung. Abgemahnt wird der Film 12 Years a Slave. Der Vorwurf lautet auf die illegale Verbreitung des Filmes über so genannte Filesharing Netzwerke. Abgemahnt wird im Auftrag der TOBIS Film GmbH & Co. KG aus Berlin

Was steht in der Abmahnung?

Das Schreiben umfasst mehrere Seiten und setzt sich wie folgt zusammen: Seite 1 Auf der ersten Seite der Abmahnung findet sich zunächst der abgemahnte Filmtitel, gefolgt von einer Übersicht über den weiteren Inhalt der Abmahnung. Dies sind insbesondere der Name und Firma des Verletzten, die genaue Bezeichnung der Abgemahnten Rechtsverletzung sowie die in der Abmahnung geltend gemachten Zahlungsansprüche. Seite 2-4 Auf den Seiten 2-4 finden sich zunächst Ausführungen über Internet Tauschbörsen allgemein, sowie die maßgeblichen Daten (IT Adresse, Datum und Uhrzeit, Dateinamen, Benutzerkennung, Datei-Hashwert, Provider und Client) der maßgeblichen Urheberrechtsverletzung sowie die möglichen rechtlichen Folgen für den Abgemahnten. Seite 4-6 Ebenfalls auf Seite 4 folgt sodann eine Aufstellung was genau mit der Abmahnung gefordert wird. Dies sind die Löschung der Datei, die Abgabe einer strafbewehrten Unterlassungserklärung. Für die Abgabe der Unterlassungserklärung setzen die Anwälte eine Frist. Daneben fordern die Anwälte Schadensersatz und Aufwendungsersatz. Die Ausführungen hierzu erstrecken sich von Seite 4-6. Die Gesamtforderung beläuft sich auf 732,50 €. Zur Zahlung wird ebenfalls eine Frist gesetzt. Als letztes werden noch Kontaktdaten im Falle von Rückfragen gegeben. Darüber hinaus erfolgt ein kurzer Hinweis über das weitere Verfahren nach Ablauf der Frist. Anlagen Als Anlagen fügen die Rechtsanwälte eine vorformulierte Unterlassungserklärung und eine entsprechende Vollmacht bei

Was tun bei einer Abmahnung wegen  12 Years A Slave?

Hat man eine Abmahnung wegen des Films  12 Years A Slave erhalten, sollte man keinesfalls überreagieren und vorschnell etwas unterschreiben oder eine Zahlung leisten. Abmahnung - 12 Years A SlaveEs gilt zunächst zu prüfen ob man selbst als Täter der vorgeworfenen Urheberrechtsverletzung infrage kommt oder gegebenenfalls eine andere Person. Dies können etwa Mitbewohner in einer Wohngemeinschaft, Besucher oder Kinder im eigenen Haushalt sein. Haftet man selbst als Täter der Urheberrechtsverletzung, wird man in der Regel nicht um die Abgabe einer Unterlassungserklärung herumkommen. Kommt eine dritte Person als Täter infrage, ist zu prüfen ob man gegebenenfalls als so genannter Störer haftet. Eine Störerhaftung kommt immer dann in Betracht, wenn man selbst die Urheberrechtsverletzung nicht begangen hat, aber auch keine ausreichenden Vorkehrungen getroffen hat um derartige Urheberrechtsverletzung zu unterbinden. Dies kann etwa der Fall sein wenn ein vorhandener WLAN Anschluss nicht ausreichend gesichert ist oder man von Urheberrechtsverletzung wusste, hiergegen aber nichts unternommen hat. Auch in diesem Fall wird man in der Regel eine Unterlassungserklärung abgeben. Berichte zu entschließt eine Unterlassungserklärung abzugeben, sollte hier nicht die der Abmahnung beigefügte vorformulierte Erklärung verwenden. Vielmehr sollte eine eigene, auf den individuellen Fall angepasste Erklärung formuliert werden. Unabhängig von der Abgabe der Unterlassungserklärung bleibt die Frage nach dem geforderten Aufwendungs- und Schadensersatz. So hat etwa der Störer zwar die notwendigen Rechtsanwaltsgebühren zu erstatten, in der Regel nicht jedoch den geforderten Schadensersatz. Auch wer sich tatsächlich keiner Schuld bewusst ist, sollte die Abmahnung nicht ignorieren und entsprechend reagieren. Es man sich unsicher, wie man am besten mit einer solchen Abmahnung umgehen sollte, sollte man sich an einen im Urheberrecht erfahrenen Rechtsanwalt wenden.

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